M-Pay
M-Pay ist die Zahlungs- und Transaktionstechnik unter NemosGo. Sie verbindet einen Zahlungsdienst mit einer Warenwirtschaft und führt Vereinbarung, Bezahlung, Abrechnung, Lieferung und Beleg zu einem einzigen Vorgang zusammen.
Was M-Pay kann
- Drei Rollen. Der Herausgeber gibt das Guthaben aus, das ist das Unternehmen, unter dessen Marke NemosGo läuft. Käufer und Verkäufer sind alle, die damit kaufen und verkaufen. Der Herausgeber ist immer ein Unternehmen und nie eine Privatperson, weil jemand für das ausgegebene Guthaben einstehen muss.
- Bezahlen nach dem Prinzip Bargeld. Ein Geldschein ist geprüft. Wer ihn ausgibt, zeigt nicht, wer er ist, und der Laden kann hinterher nicht nachsehen, wer bezahlt hat. Am Schein zweifelt trotzdem niemand. Genau das leistet M-Pay digital, bei allen Anbietern, die an dieselbe Installation angeschlossen sind. Dahinter steht unter anderem die blinde Signatur, ein Verfahren der Kryptografie, das David Chaum in den 1980er Jahren veröffentlicht hat.
- Kryptografisch verknüpft. Die Rechnung ist signiert, die Zahlung signiert der Käufer mit seinem eigenen Schlüssel, und die Lieferung hängt an genau dieser Rechnung. So lässt sich jeder Schritt nachprüfen, auch im Nachhinein.
- Preisgeben, wenn man will. Voreingestellt ist der Kauf ohne Angaben zur Person. Wer etwas preisgeben will, gibt es ausdrücklich frei, etwa Name und Anschrift für eine Rechnung oder für eine Zuwendungsbestätigung. Den Beleg bekommen beide Seiten, der Käufer und der Anbieter.
- Stornieren. Hat der Anbieter ein Angebot als stornierbar gekennzeichnet, kann der Käufer in der App stornieren. Stimmt der Anbieter zu, ist das Guthaben zurück und die Lieferung verschwindet aus der App.
- Auch ohne Netz. Beim Bezahlen an der Kasse, das vorgesehen ist, braucht der Käufer keine Verbindung, etwa im Funkloch, im Flugzeug oder auf See. M-Pay wahrt dabei die Unversehrtheit der Token und schützt davor, dasselbe Guthaben zweimal auszugeben.
- QR statt Funk. Ein QR-Code läuft auf jedem Telefon mit Kamera, ohne Sonderhardware und ohne Freischaltung, und er funktioniert auch ohne Verbindung. Vor allem aber erreicht ein Code viele Leser, während Funktechnik immer nur einen erreicht.
- Anmeldung über das Telefon. Der Käufer meldet sich mit der Kennung an, die sein Telefon mitbringt. Die eID des Personalausweises und weitere Verfahren sind für später vorgesehen.
- Auf der SEPA-Schiene. M-Pay nutzt den europäischen Zahlungsverkehr, nicht die Kartenschiene. Aufgeladen wird das Guthaben vom Bankkonto des Käufers. Für den Verkäufer heißt das: kein Terminal und keine Kartengebühr je Kauf. Die Gebühr des Zahlungsverkehrs fällt beim Aufladen an, bei Geschäftskunden beim Einzug.
- Mensch oder Maschine. Ob ein Mensch in der App kauft oder ein Agent mit dem SDK, der Vorgang ist derselbe.
Die Bausteine. Der Automat vor der Schnittstelle des Anbieters, das Bezahl-Backend, die Geldbörse als App oder als eigener Dienst und das Dashboard. Einzelheiten stehen auf Für Entwickler.
Was offen liegt. Auf Codeberg liegen SDK und Protokolldefinitionen unter MIT-Lizenz, die Geldbörse als fertiges Programm für Linux. Nicht das ganze M-Pay.
Factory 42
Factory 42 ist das Rahmenwerk für Private AI, mit dem wir Bereiche von NemosGo entwickeln, betreiben und organisieren. Es trägt außerdem Angebote, die wir für Kunden aufbauen.
Im Mittelpunkt steht der Wissensraum: ein Bereich, in dem Menschen und ein Sprachmodell gemeinsam an Dokumenten, Daten und Gesprächen arbeiten, abgeschottet auch innerhalb eines Unternehmens. Was darin liegt, bleibt darin.
Factory 42 läuft auf eigener Hardware. Sind die Modelle einmal eingespielt, arbeitet es auch ohne Internetzugang. Es protokolliert, was geschieht, und es unterstützt das Nachtrainieren eines Modells auf das eigene Fachgebiet. Ein kleineres, fachlich nachtrainiertes Modell liefert dabei oft bessere Ergebnisse als das größte allgemeine.
Die Bausteine: ein API-Server in Go, ein Gateway zu den Modellen, eine Weboberfläche, eine relationale Datenbank und eine Vektordatenbank für die Ähnlichkeitssuche.
Wofür wir es selbst nutzen
- Entwicklung. Wir bauen damit schnell Prototypen, richten Testumgebungen ein und führen Tests durch. Daneben arbeiten wir in der Entwicklung viel mit großen allgemeinen Sprachmodellen.
- Betrieb. Factory 42 läuft auf unserem eigenen Server und verwaltet Benutzer und Zugriffsrechte.
- Organisation. Autonome Agenten automatisieren Abläufe im Unternehmen.
Was daraus für Kunden entsteht
- Inhalte auffindbar machen. Ein Assistent findet den passenden Beitrag über die Ähnlichkeitssuche im Wissensraum, bezahlt wird er über M-Pay.
- Modelle je Abruf verkaufen. Wer seine Modelle mit Factory 42 betreibt, kann ihre Nutzung über NemosGo je Abruf verkaufen, über das Gateway und den API-Server von Factory 42. So läuft es im Feldtest, wo eine Anwendung je Abruf bezahlt. Nötig ist Factory 42 dafür nicht: Jedes Modell, das sich über eine Schnittstelle aufrufen lässt, kann auf dieselbe Weise verkauft werden.
- Beschreibungen, die von selbst entstehen. Stellt ein Verlag ein Dokument ein, holt sich der Automat die Zusammenfassung von Factory 42 und veröffentlicht sie im Katalog. Der Verlag kann sie danach von Hand ändern.
- Private AI im eigenen Haus. Ein Wissensraum und fachlich nachtrainierte Modelle auf eigener Hardware, eingerichtet von uns.
Sie wollen einbauen statt lesen? Protokoll, Entwicklerpaket und Beispielcode stehen auf Für Entwickler.
Sprechen wir darüber
Fragen zur Technik oder zum Einsatz von Factory 42 im eigenen Haus? Schreiben Sie uns.